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Das
Wort Burn-Out kommt
eigentlich aus der
Reaktortechnik.
Burn-Out bedeutet,
dass Wärmetauscher
oder
Brennstoffhülsen
durchbrennen. Wer
bei Menschen von
Burn-Out spricht,
verwendet also ein
starkes Bild: Durch
Überhitzung droht
eine Katastrophe.
Das seelische
Gleichgewicht ist
eine Frage der
Balance
Wenn wir von
Burn-Out sprechen,
meinen wir die
geistige und
körperliche und auch
die seelische
Erschöpfung.
Sie entsteht meist
durch berufliche
Überarbeitung,
familiäre Probleme,
Existenzangst,
elektromagnetische
Felder und
Umweltverschmutzung
und Frustration. Sie
zeigt sich durch
sehr viele Symptome.
Deutliche erste
Anzeichen eines
Ausgebranntseins
sind
Niedergeschlagenheit,
Schlaflosigkeit gepaart mit
Zynismus.
Ein hohes Maß an
Idealismus und
Engagement in
Berufen, die auch
viel mit Menschen zu
tun haben und
Dauerstress
verursachen, können
krank machen. Das
Ausbleiben von Lob
und Anerkennung,
Dank und Bestätigung
und vielleicht auch
noch verstärkter
Druck, Angst,
Schikane, keine
Urlaubstage…
verursachen bei den
Betroffenen
emotionale Kälte und
Distanz anstelle von
Mitgefühl.
Gedächtnisstörungen,
Herzrhytmusstörungen,
Kopf- und
Rückenschmerzen
können die Folge
sein. Damit
einhergehend Alkohol
und
Medikamentenmissbrauch.
Doping am
Arbeitsplatz!
Die Freude am Leben
geht verloren,
Ausgebrannte lieben
keine Veränderungen
und sind nicht im
Fluss des Lebens.
Die Folge von Kälte
und Distanz sind
Rückzug aus der
Familie und dem
allgemeinen sozialen
Umfeld.
Eine weitere Ursache
des
Burn-Out-Syndroms
können auch
Perfektionismus und
das grosse Bedürfnis
nach Anerkennung
sein, zu viel
Ehrgeiz oder auch
das Nichterreichen
eines Lebensziels.
Ist der Prozess des
Burn-Outs schon so
weit
fortgeschritten,
dass Depressionen,
Depersonalisierung,
Entfremdungsgefühl
und reduzierte bis
abhanden gekommene
Leistungsfähigkeit
die Folgen sind,
muss unbedingt
fachmännische,
therapeutische Hilfe
in Anspruch genommen
werden, damit die
Lebensenergie wieder
gesund und frei
fliessen kann.
Natürlich ist eine
Veränderung der
Rahmenbedingungen
sehr wichtig, damit
Heilung geschehen
kann. Im Beruf ist
ein wertschätzender
Führungsstil und in
der Partnerschaft
und Familie und im
Freundeskreis
Harmonie und
Verbundenheit sehr
wichtig und
notwendig!
Sagen, was ehrt!

In der
Stress-Spirale

Stress – Anpassung
dient dem Überleben
Durch die
Ausschüttung der
Stress-Hormone und
Botenstoffe war der
Urzeitmensch in der
Lage vor dem
Säbelzahntiger zu
flüchten und das
Mammut zu jagen.
Stress-Hormone
dienen dem
Selbsterhalt:
Erhöhter Herzschlag,
Anpassung der
Atmung, Anspannung
und Durchblutung der
Muskulatur.
Der heutige
Säbelzahntiger
stellt sich durch
Termindruck,
Leistungsdruck,
Jobangst und
Selbstüberforderung
dar. Wir können dem
Stress in der
heutigen Form nicht
entkommen, eine
Flucht oder ein
Angriff ist nicht
möglich, eine
Befreiung mit
spontaner
Druckentlastung
bleibt aus. Der
moderne Mensch
bewegt sich im
Hamsterrad – ein
Phänomen, das krank
macht.
Stress ist
eigentlich eine
gesunde, physische
und physiologische
Gegenreaktion auf
Reiz und wird über
das vegetative und
endokrine System des
Körpers gesteuert.
Das limbische System
Emotionen haben
ihren Ursprung in
einem relativ alten
Gehirnteil, dem
limbischen System.
`Teile des
limbischen Systems
sind der Hippocampus,
Mandelkern (Amygdala)
und das
stammesgeschichtlich
alte Riechhirn mit
der Riechbahn (siehe
auch
Aromatherapie).
Alle Anteile des
limbischen Systems
haben eine enge
Verbindung zum
Hypothalamus, Teil
des Zwischenhirns
und Schaltzentrale
des Hormonsystems.
Das limbische System
steuert die
Verhaltensweisen,
die unmittelbar dem
Überleben des
Einzelnen dienen:
Hunger, Durst,
heterosexuelle
Anziehung. Die
übergeordnete Stelle
zur Hormonabgabe,
der Hypothalamus
zusammen mit der
Hypophyse, nennt man
das
hypothalamische-hypophysäre
System. Die
Hypophyse setzt
sogenannte
Releasing-Hormone
frei, so entstehen
Regelkreise.

[Grafik aus
"Taschenatlas der
Physiologie", Stefan
Silbernagl und
Agamemnon
Despopoulos,
Thieme-Verlag]
Über die hormonale
Schaltzentrale wird
das Nervensystem
gesteuert, so dass
es zu ausführenden
Handlungen kommen
kann. Teile des
vegetativen
Nervensystems sind
der Sympathicus
(Aktion) und der
Parasympathicus
(Ruhe). Die meisten
inneren Organe
werden gleichzeitig
von beiden Anteilen
versorgt. Auch das
Nervensystem des
Magen-Darm-Trakts
ist Teil des
vegetativen
Nervensystems.
Die ultraschnelle
Stressantwort
Die ultraschnelle
Stressantwort
beginnt innerhalb
weniger Sekunden
durch die
Katecholamine
Dopamin,
Noradrenalin und
Adrenalin. Dopamin
ist ein anregender
Neurotransmitter im
zentralen
Nervensystem, er
wird gebildet im
Nebennierenmark.
Dopamin dient der
Koordination von
Motorik,
Konzentration, dem
Antrieb, der
Motivation und der
kognitiven
Leistungsbereitschaft.
Bei Mangel entstehen
Antriebsstörungen,
Bewegungsstörungen,
Motiviationsverlust,
kognitive Einbußen
und Depressionen.
Noradrenalin lässt
den Blutdruck
steigen und hemmt
die zelluläre
Immunaktivität,
steigert die
Leistungsbereitschaft,
Konzentrationsfähigkeit,
Motivation und
Motorik.
Adrenalin wird aus
dem Nebennierenmark
gebildet, aus
Noradrenalin. Es
erhöht die
Pulsfrequenz, das
Herzminutenvolumen,
den Blutdruck, die
mentale Aktivität
und hemmt die
zelluläre
Immunaktivität.
Das wichtigste
Stresshormon ist
Cortisol.
Cortisol wird in der
Nebennierenrinde
gebildet,
größtenteils aus mit
in der Nahrung
aufgenommenen
Cholesterin.
Cortisol dient dem
Organismus zur
Anpassung an akute
und wiederkehrende
Belastungssituationen.
Die Ausschüttung von
Cortisol ist die
verzögerte
Stress-Antwort, die
nach einigen Minuten
erfolgt.
Cortisol dient der
Stoffwechselaktivierung
und der
Energiebereitstellung:
Cortisol hemmt die
Immunabwehr
(Infekthäufigkeit,
Tumorprogression)
und Abnahme von
Haut- und
Darmdurchblutung.
Der Gegenspieler des
Cortisols ist das
DHEA (Dihydroepiandrosteron).
Es wird in der
Nebennierenrinde
gebildet. Unter
chronischer
Stresseinwirkung
steigt DHEA, es
fördert den
Muskelaufbau, die
Lipidsenkung, die
Verbesserung der
Immunität und der
Motivation. Der
maximale Spiegel ist
zwischen dem 20. und
30. Lebensjahr
erreicht und nimmt
im hohen Alter stark
ab.
Serotoninfunktion im
Nervensystem
Serotonin ist
interaktiv mit
Dopamin und
Noradrenalin.
Serotonin wird zu
95% in der
Darmschleimhaut
gebildet, aber auch
im zentralen
Nervensystem sowie
Leber und Milz.
Serotonin ist
stimmungsaufhellend,
entspannend,
schlafregulierend,
angstlösend,
antidepressiv und
dient dem Lernen und
dem Gedächtnis.
Serotonin wirkt
appetitregulierend
und gibt uns ein
Sättigungsgefühl.
Hohe
Serotonin-Spiegel
haben eine
Appetitreduktion zur
Folge,
Serotonin-Mangel
bewirkt Heisshunger
und Essstörungen.
Stress und mögliche
Folgen
Anstieg von Cortisol
Anstieg der
Katecholamine
Dopamin,
Noradrenalin,
Adrenalin
Anstieg von
Zytokinen
Verminderung von
Serotonin
Bei anhaltenden
Stressbelastungen
bleiben hohe
Serumkonzentrationen
der Botenstoffe
lange Zeit bestehen
bis die Produktion
von Dopamin,
Noradrenalin und
Serotonin erschöpft
ist. Es kommt zur
völligen adrenalen
Erschöpfung und
Immuninsuffizienz
bei gleichzeitiger
psychischer und
physischer
Erschöpfung. An
diesem Punkt spricht
man vom Burn-Out-Syndrom.
Stressdiagnostik
Cortisol kann im
Speichel
nachgewiesen werden,
Serotonin mit dem
sogenannten
Bloodspottest.
Klinische Folgen
Zentrale
Nervensystem (ZNS):
Verlust kognitiver
Leistungen.
Chronisches
Müdigkeitssyndrom
(CFS)
Magendarmtrakt:
Gastritis, Ulcus,
Colon irritabile
Immunsystem:
gehäufte Infekte,
Tumorprogression
Risikoverhalten:
Genussmittel
Herzkreislauf: Hoher
Blutdruck,
Arteriosklerose
Stoffwechsel:
Blutzuckeranstieg,
Diabetes, Anstieg
der Cholesterine und
Triglyceride,
Übergewicht
Sexualität:
Nachlassen der
Libido,
Erektionsprobleme,
Infertilität
Muskel/Skelett:
Myogelosen,
Fibromyalgie-Syndrom
Zahlen und Fakten
Laut WHO wird
Burn-Out bis 2020
die häufigste
Erkrankung sein.
Jeder zweite soll
betroffen sein (Kyberg,
2011).
In unserer
Gesellschaft fühlen
sich 83% der
Beschäftigten
gestresst und davon
27% sehr (Spiegel
Wissen / Nr.
1-2011).
Der Schaden in der
Schweiz liegt für
die medizinische
Betreuung und für
Produktionsausfall
bei 4,2 SFR – das
sind 2,5 Mrd Euro
und 1,2% des
Bruttosozialproduktes
(Laut Umfrage des
schweizerischen
Staatssekretariats
für Wirtschaft /
2000).
Auf dem Kongress der
deutschen
Gesellschaft für
Psychiatrie,
Psychotherapie und
Nervenheilkunde im
November 2010 wurden
folgende Daten
publiziert: 20%
aller Jugendlichen
sind
verhaltensauffällig.
3,7% aller Kinder
zwischen 9 und 16
Jahren zeigen
depressive
Störungen. 50 – 60%
der Klienten seien
wegen
Schulschwierigkeiten
in Behandlung
(Spiegel Wissen /
Nr. 1-2011).
Zwischen 1995 und
2008 stiegen die
beruflichen
Fehlzeiten laut AOK
wegen psychischer
Erkrankungen um 80%
(Focus, 2010).
Unter allen
Krankheiten stiegen
zuletzt die Ausgaben
für psychische
Störungen mit 5,3
Mrd. Euro zusätzlich
am schnellsten
(Focus, 2010).

Erfahrungsberichte von
Betroffenen:
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Fortsetzung folgt:
Die Unüberschaubarkeit der
Zeit
Verantwortlich für den
Inhalt:
Kerstin Meyer,
Heilpraktikerin
Volker Hennings,
CoachingSystem
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