Heilpraktikerin Kerstin Meyer
 
Lavendel, das blaue Wunder: Wundheil und Seelentrost

 


Das ätherische Lavendelöl ist das wichtigste und beliebstete Öl der Aromatherapie.

Es hilft körperlich und seelisch, Extreme auszugleichen und das innere Gleichgewicht wieder zu finden.

Seit Jahrtausenden ist der Lavendel ein hilfreicher Begleiter und Helfer der Menschheit.

Dem französischen Chemiker Rene´ Maurice Gattefosse´ verdanken wir die therapeutische Wiederentdeckung dieses Öls mit seiner heilenden Wirkung bei Verbrennungen.

 

Lavendel ist nicht gleich Lavendel

 

In der Aromatherapie unterscheiden wir zwischen dem Echten Lavendel (Lavendel fein oder extra), dem Lavandin, dem Speick- und dem Schopflavendel.

Lavendel fein oder extra (Lavandula officinalis, L. angustifolia, L. vera)  ist für die Therapie unbedenklich. Dieses Öl hat einen hohen Anteil an Estern und ist dadurch besonders hautfreundlich und  entspannend.

Es gehört zu den großen Tröstern in der Not und hilft bei Angsterkrankungen, Schock, Stress, Schlaflosigkeit und Verkrampfungen.

Der Esteranteil von 40% in Form von Linalylacetat gibt diesem Lavendelöl seine blumige Note. Es wirkt unmittelbar beruhigend auf das zentrale Nervensystem und gleichzeitig entspannend auf die verschiedensten Organe.

Nervlich ausgleichend schützt es uns vor übermäßigen Reizen und lässt uns wieder zur eigenen Mitte kommen, um Ruhe zu finden.

Synergistisch wirkende Ölmischungen z.B. mit Bergamotte oder Muskatellersalbei steigern das persönliche Wohlbefinden, indem sie positiv regulierend auf die Ausschüttung von Serotonin im Gehirn wirken. Dieser Botenstoff, der für heitere Gelassenheit sorgt, stürzt bei Stressbelastung schnell ab. Aggressivität, Nervosität und allgemeine Unruhe sind die Folgen. Nervöse Kopfschmerzen, Herzschmerzen ohne organische Ursache, Schlafstörungen, depressive Verstimmungen sind die Symptome, die auch bei Kindern auftreten können. In Kombination mit entspannenden und stimulierenden Inhaltsstoffen ätherischer Öle, stellt sich wieder eine gewissen „Ordnung“ im Gehirn ein.

 

Durch Stimulation bestimmter Akupressurpunkte unter Anwendung einer  Ölmischung, wie ich sie nach ausführlicher Anamnese herstelle, und in Ergänzung energetischer Heilverfahren, wird in dem Patienten eine körpereigene, spürbare Heilreaktion ausgelöst. Übermäßige Emotionen werden zurückgefahren, dem Ängstlichen und Entmutigten Kraft verliehen.

 

Der Speicklavendel (L. spica, L. latifolia) wirkt durch seinen hohen Gehalt an Monoterpenolen stark antibakteriell, durch Oxide stark schleimlösend und durch Ketone beruhigend auf das zentrale Nervensystem . Ich verwende ihn in meiner Praxis in Verbindung mit Zypresse und Zitrone bei Atemwegserkrankungen. Es ist inzwischen wissenschaftlich belegt, dass Speicklavendel das Wachstum von Tuberkulosebakterien hemmt.

 

Lavandin (Lavandula hybrida) – eine Kreuzung zwischenLavandula officinalis und Lavandula spica-

ist ein bisher unterschätztes Öl der Aromatherapie. Lavandinöl ist ein gutes Kreislauftonikum. Es reguliert niedrigen Blutdruck und stärkt das Herz. Es ist nicht geeignet bei Schlafstörungen aber sehr gut zur Wunddesinfektion und Wundheilung, wirkt beruhigend auf die Muskulatur und  ist somit ein ausgezeichnetes „Sportleröl“.

 

Der Schopflavendel (Lavandula stoechas) prägt mit seinen violetten Blau zusammen mit den Weiß und dem Rosa der Cistrose und dem leuchtenden Gelb der Immortelle das bunte Bild der französischen Küstenlandschaft.

Mit seinem hohen Gehalt an Monoterpenketonen wirkt der Schopflavendel ausgezeichnet schleimverflüssigend in den Atemwegen und ist sehr gut wirksam bei Otitis media (Mittelohrentzündung), Bronchitis und Erkältungskrankheiten. Er hat sehr gute zellerneuernde Eigenschaften und fördert somit die Wundheilung und Narbenbildung, erfordert jedoch „handwerkliches Geschick“ und ist, anders als Lavendel fein oder extra,  für die Hausapotheke weniger geeignet.

 

„Der Lavendel wird mit seinen warm-trockenen Eigenschaften dem Merkur zugeordnet. Er ist in diesem Sinne ein wahrer Seelenführer (Hermes Psychopompos). Mit der Anwendung des Echten Lavendels für die Region des Solarplexus erreichen wir nicht nur eine Beeinflussung des Organgehirns unseres Bauchraums, sondern wir helfen uns und dem Patienten, wieder in die Mitte zu kommen. Wer unter Migräne leidet, wer darüber hinaus lernen möchte, innen von außen, fremd von eigen zu unterscheiden, dem empfiehlt sich ein altes Rezept der Phytagoräer:, Löse 20 Tropfen Lavendel in Salz und gebe es in 38 Grad heißes Badewasser,…“ Dr. Erwin Häringer

 

Ich wünsche Ihnen einen wundervollen Sommer!


 

Ihre Kerstin Meyer

 

Heilung genießen, sanft genesen!